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  • Technische Orthopädie und Silikontechnik in Zürich

Das Diabetische Fuss-Syndrom

Das diabetische Fuss-Syndrom ist eine der häufigsten Komplikationen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Es umfasst alle diabetesbedingten Folgeerscheinungen an den Füssen des Diabetikers, ausgehend von geringen Entzündungen bis hin zu Ulcerationen, Nekrosen sowie schwersten lebensbedrohlichen Entzündungen.

Um das Leben des Patienten zu retten muss dann oftmals eine Amputation im Fussbereich, am Unterschenkel oder am Oberschenkel erfolgen.

Die Hälfte dieser Amputationen könnte vermieden werden, wenn die Behandlung durch ein Experten-Team rechtzeitig, intensiv und konsequent erfolgen würde!

Unser Ziel ist es eine Amputation zu vermeiden!

Die Auslöser sind in den meisten Fällen banale Verletzungen, die auf Grund der gestörten Schmerz- und Tastempfindung, nicht bemerkt wurden.

Wir können schmerzende und bereits wunde Stellen an der Fusssohle entlasten.

Die Füsse der Patienten werden untersucht und die Belastungszonen exakt ermittelt.

Dadurch können wir diabetesadaptierte Fussbettungen und Therapieschuhe optimal an den diabetischen Fuss anpassen. Wir bieten Ihnen ein umfassendes Programm zur Kontrolle und Information rund um den „Diabetes-Patienten“ für optimale Lebensqualität, Wohlbefinden und vor allem zur Vorbeugung. 

Fussbettungen_Hintergrund_grau.JPG
Diabetes adaptierte Fussbettungen (ohne Überzug) nach Gipspositivmodell des Fusses
Bettungseinlage_neben_Gips.JPG
Gipspositivmodell des Fusses
Diabetes_Schuhe_seitlich.JPG
Diabetes Schutzschuh
Diab.Spez.Schuhe_prot.JPG
Sportlicher Diabetes-Schutzschuh mit Vibram-Sohle

Der diabetische Fuss (Prävention)

Bei Diabetes mellitus ist die Fusspflege mit besonderer Sorgfalt durchzuführen, da auch geringfügige  Verletzungen schwerwiegende Folgen haben können.

Kontrollieren Sie Ihre Füsse täglich!
Achten Sie auf Blasen, Hornhaut, Druckstellen und andere Hautveränderungen. Bei Veränderung zeigen Sie diese bitte Ihrem Arzt. Wunden können im extremen Fall zum Verlust des Beines führen. Es kommt wesentlich darauf an, möglichst frühzeitig die richtige Therapie einzuleiten.

Vorbeugende Massnahmen können Ihre Füsse schonen:

  • Täglich ein kurzes Fussbad (max. 5 Min.) mit lauwarmem Wasser (max. 28ºC) ohne Badezusätze, nur mit einer milden Seife.
  • Die Füsse immer gut abtrocknen (nicht reiben, sondern nur vorsichtig tupfen), besonders zwischen den Zehen um Fusspilz zu vermeiden. Nicht fönen!
  • Fussgymnastik hilft, weil Sie die Durchblutung aktiviert.
  • Cremen Sie Ihre Füsse ein, auch die Fusssohle, damit die Haut nicht trocken, spröde und rissig wird. Weil diabetische Haut sehr empfindlich ist, sollten Sie nur für Diabetiker geeignete Fussdeodorants, Fusssprays benutzen. Wir beraten Sie gerne!
  • Vorsicht ist beim Nägelschneiden geboten. Schneiden Sie die Nägel gerade, aber nicht zu kurz und entschärfen Sie die Ecken mit der Feile. Schneiden Sie niemals selbst an Hühneraugen oder Hornhaut. Hühneraugenpflaster, -salben oder -tinkturen sollten Sie niemals ohne vorherige Rücksprache mit einem Podologen verwenden.
  • Bildet sich an Ihren Füssen Hornhaut, hat das unter Umständen Ursachen, denen Sie nachgehen sollten.
  • Überprüfen Sie daher regelmässig auch Ihre Schuhe, sowie die dazugehörige Fussbettung (Einlagen).
  • Wechseln Sie täglich Ihre Strümpfe. Vermeiden Sie zu enge Strumpf-Bündchen (Diabetiker-Strümpfe verwenden), Strumpfbänder, Sockenhalter und alles, was die Durchblutung behindert. Tragen Sie Schuhe niemals ohne Socken oder Strümpfe! Die Gefahr einer Blasenbildung ist zu gross.
  • Schuhe und Strümpfe sollen Ihre Füsse vor Verletzungen schützen, besonders Ihre Zehen.

Sie sollten es daher dringend vermeiden barfuss zu laufen.
Kontrollieren Sie ihre Schuhe vor jedem Tragen auf Fremdkörper (Steinchen, Splitter, Risse oder Falten in der Sohle, Scheuerstellen, usw.) oder sonstige Unregelmässigkeiten, die Druckstellen oder sogar Verletzungen verursachen können.